Deutscher Highland Games Verband

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Wenn man im Internet den Begriff „Highland Games“ eintippt, dann findet man vieles über Historie, Hintergründe und Tradition der schottischen Highland Games. Ein Teil davon, die „scottish heavy events“ haben es uns angetan. Die fünf klassischen Disziplinen vom Steinstoßen bis zum Cabertoss finden auch hierzulande vermehrt Anklang in einer stetig wachsenden Sportgemeinschaft. Um auch dem Breitensportler eine Möglichkeit zu geben in alttraditionelle Sportarten reinzuschnuppern, entstand vor knapp 10 Jahren die Idee, zusätzliche Disziplinen aufzunehmen und den „heavy events“, eine Mannschafts- und Breitesportebene zuzufügen. So entstanden die Teamwettbewerbe und die, mit etwas leichterem Gerät agierende, Gruppe der B-Heavy.

Speziell die Mannschaftswettbewerbe fanden schnell großen Anklang sowohl bei Sportlern als auch beim Publikum und bald schossen Highland Games Veranstaltungen wie Pilze aus dem Boden. Was einen einerseits mit Freude erfüllt, hat aber leider auch seine Schattenseiten. Denn nur all zu schnell läuft man Gefahr, um ein zahlendes Publikum zu befriedigen, sich vom ursprünglichen Sportgedanken zu entfernen und eine reine Volksbelustigung zu veranstalten. Und was als Sport und Brauchtumspflege begann endete hier und da in eine Art „Spiel ohne Grenzen“ und nicht selten war dann der Aktive der „Clown im Kilt“.

Um das Geschehen wieder einzufangen und auf seine Wurzeln zurückzuführen, trafen sich vor einigen Jahren Sportler und Veranstalter und gründeten den Deutschen Highland Games Verband e.V., kurz DHGV.

Ziel des DHGV ist es einheitliche, sportliche Standards für Highland Games zu schaffen und die Highland Games zu einer vollwertigen Sportart im DOSB zu überführen.

Dem haben sich mittlerweile nahezu alle großen Veranstalter in Deutschland angeschlossen und so finden in 2012 bereits mehr als 20 Highlandgames nach einheitlichem Regelwerk statt.
Erstmalig in 2012 auch mit einer offiziellen Bundesliga um die Deutsche Meisterschaft des DHGV.

Dabei lässt man der Kreativität in der Auswahl der Mannschaftswettbewerbe nach wie vor sehr viel Spiel, aber der Sport- und Traditionsgedanke steht immer im Vordergrund.

Als Lohn dieser Bemühungen, genießen die Highland Games seit 2012 in fast allen Bundesländern die vollwertige Anerkennung des jeweiligen Landessportbundes.

Wir hoffen zukünftig noch mehr Menschen für Highland Games begeistern zu können. Der alte Leitgedanke der Highland Games soll dabei aber immer erhalten bleiben:

„Highland Games sind sportliche Vergleiche unter Freunden.“